Ungarnaustausch Teil II: Unsere Gruppe zu Gast am Piarista Gimnázium in Kecskemét


„Nenne drei Dinge, die du heute Abend tun wirst.“ So begann der Workshop zum Thema The Attention Economy im Rahmen unseres Besuchs am Piaristengymnasium. Wofür nehme ich mir Zeit im Alltag? Wie lenken die Sozialen Medien meine Aufmerksamkeit? Wie wird die Verwendung von A.I. unser zukünftiges Berufsleben prägen?
Diesen Fragen widmeten sich die teilnehmenden Schüler*innen des diesjährigen Ungarnaustauschs vom 24. bis 30. März 2025 – ermöglicht durch Erasmus+. Sie führten Interviews untereinander und referierten ihre Ergebnisse anhand von digitalen Präsentationen in deutscher und englischer Sprache. Ein besonders spannendes Thema war der Vergleich von Handyregelungen an beiden Schulen. Im Medienlabor des Piaristengymnasiums nahm die deutsch-ungarische Gruppe einen Podcast zur Thematik auf und erhielt Einblicke in die digitale Schnitttechnik.
Auch die weiteren Programmpunkte, bei denen wir die Stadt Kecskemét anhand einer Rallye und eines Rundgangs durch das Rathaus mit Besucherzentrum erkundeten, liefen mediengestützt ab. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Kecskeméter Animationsstudios. Hier erhielten wir Einblicke in die historische Entwicklung von Trickfilmen und die Wirkmächtigkeit der Bilder. „Lauras Stern“ und „Der kleine Eisbär“ sind Beispiele für internationale Produktionen, an denen die Studios beteiligt waren.

Am Mittwoch, 26. März reisten wir mit der Bahn nach Budapest und widmeten uns einer anderen Kunstform – der Musik im House of Music Hungary. Die interaktive Ausstellung begeisterte durch die Vielfalt an Musikstilen und tollen Tonaufnahmen, die die Besuchenden mittels Headset in verschiedene Musikepochen eintauchen lassen. Hier – wie auch in der Leskovsky Instrumentensammlung in Kecskemét – wurden wir als Gruppe auch selbst musikalisch aktiv. In Budapest genossen wir zudem einen fantastischen Blick von der Fischerbastei auf die Donau sowie das Parlament und erhielten eine Führung in der Matthias-Kirche – Teil des UNESCO-Kulturerbes im Burgviertel von Buda.
Gemeinsame Mahlzeiten im alten Refektorium der Klosterschule sowie ein Pizzaessen zum Abschluss des Austauschsprogramms hielten Leib und Seele zusammen. Wir danken den Lehrkräften Brigitta Sipőcz, Anikó Keresztes, Jóseph Talmásci, dem Schulleiter Domonkos Mikulás sowie den ungarischen Gastfamilien für ihre Gastfreundschaft und hervorragende Organisation.
Katja Mielnik-Schorn und Franziska Gniewkowski